Rezentralisierung durch Virtualisierung

Ausgangssituation

Eine große Deutsche Möbelhauskette hatte das Bestreben, die dezentrale Struktur der Einrichtungshäuser mit einer zentralen IT Abteilung und wenig Personal effizienter zu organisieren. Eine strategische Entscheidung wurde getroffen: Es sollte ein möglichst hoher Grad an Virtualisierung realisiert werden. Hierzu wurden folgender Maßnahmenkatalog aufgestellt:
» Ist-Aufnahme der vorhandenen Serverlandschaft in der
Firmenzentrale
» Ausarbeitung eines Virtualisierungskonzeptes zur Umsetzung einer
maximalen  Virtualisierungsquote
» Ausarbeiten eines Migrationsplanes zur Virtualisierung der
zentralen Serversysteme
» Aufbau und Inbetriebnahme der virtuellen Systemplattform
» Betrieb und Weiterentwicklung der virtuellen Systemplattform

Die Lösung

Das System-Audit wurde über einen Zeitraum von 4 Wochen durchgeführt. In dieser Zeit wurden die Inventar- und Auslastungsdaten der einzelnen Serversysteme ermittelt. Die Auswertung der Daten ergab, dass sich 126 der überprüften 148 Server für die Virtualisierung eignen.
Als zweiter Schritt wurde der Auftrag erteilt, eine Systemplattform zu entwickeln, die die ermittelten Server aufnehmen und darüber hinaus Ressourcen bietet, weitere Dienste aufzunehmen.  Weiterhin soll eine hohe Redundanz mögliche Ausfälle minimieren. Die Plattform soll dazu auf zwei Rechenzentren auf dem Firmengelände verteilt werden. Zur Ermittlung der benötigten Ressourcen wurden wieder die Ergebnisse des System-Audits herangezogen. Über die geplanten jährlichen Ressourcenbedarfszuwächse wurden die benötigten Kapazitäten auf drei Jahre berechnet. Dazu wurden noch Reserven und Redundanzkapazitäten addiert.

Das Ergebnis ist eine modulare, flexible, erweiterbare Plattform, die sich schnell neuen Anforderungen anpassen kann, hoch redundant ist und trotzdem sehr wirtschaftlich zu betreiben ist. Nach kurzer Betriebszeit ist der Kunde so überzeugt von der Lösung, dass er plant, viele der in den Filialen stehenden Systeme in der Zentrale auf die virtuelle Plattform zu migrieren. Dazu wird die Plattform mit neuen Hostsystemen und zusätzlichem Storage erweitert. Derzeit werden ca. 200 virtuelle Maschinen betrieben.

Für die nähere Zukunft ist eine nochmalige Erweiterung geplant. Es sollen zusätzliche Applikationen implementiert werden, die hochverfügbar sein müssen. Der Kunde hat sich daher entschlossen, zwei IBM Storagesysteme vom Type DS8100 einzusetzen. Diese beiden Storagesysteme werden in die vorhandene Datacore-Lösung integriert, so dass der komplette Speicherplatz von SANmelody verwaltet wird. Dadurch wird das Management erheblich vereinfacht, da SANmelody sowohl die Bereitstellung des Speicherplatzes, als auch zusätzliche Funktionen, wie Spiegelung oder Snapshots zentral über alle Storage-Subsysteme zur Verfügung stellt.  Im Rahmen der Erweiterung werden weitere 4 ESX-Server in die Plattform integriert.

Kundennutzen

Durch den Einsatz der virtuellen Plattform konnten insgesamt 160 dedizierte Server abgeschaltet werden. Die Verfügbarkeit der Dienste konnte deutlich gesteigert werden. Die Zufriedenheit der Anwender ist sehr hoch, da auch Lastspitzen sicher abgefedert werden. Es können nun auch neue Dienste schnell und unkompliziert implementiert werden. Updates und Funktionstests neuerer Programm-Versionen können ohne großen Impact auf die Betriebsumgebung gestestet und den Anwendern zur Verfügung gestellt werden.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
»  Telefon:    +49 (0) 2645 – 97 68 96 0
» info@mightycare.de

2_44_s