Big in Japan

Kulturelle Herausforderungen, bahnbrechende Projekte und strategische Partnerschaften auf der internationalen Bühne:

In der dritten Runde unserer Interview-Reihe nehmen wir Sie mit in die aufgehende Sonne Japans. CEO Peter Rudolf offenbart, wie es sich anfühlte, mit MightyCare in einen der technologisch fortgeschrittensten Märkte der Welt vorzustoßen.

„Wir wurden mit einer Aufgabe konfrontiert, an der sich zuvor einige der besten IT-Spezialisten erfolglos die Zähne ausgebissen hatten und bei der selbst wir zunächst zweifelten, ob eine Lösung in unserer Reichweite liegt.“

Peter Rudolf

Japan Gundam

Die MightyCare Story – Folge 3

Peter, wir haben in Teil 2 erfahren, wie MightyCare die deutsche Rechenzentrumslandschaft revolutioniert hat. Lass uns daran anknüpfen. Gibt es ein Projekt, das in deiner Erinnerung als besonders ungewöhnlich verankert ist?

Zwanzig Jahre bringen viele einzigartige Projekte mit sich, aber eine Erfahrung sticht heraus:

Unsere Zusammenarbeit mit Mitsubishi, die uns wegen unseres Know-hows für ein komplexes Projekt nach Japan geholt haben.

Diese Reise war wie ein Eintauchen in eine andere Welt.

Die Ordnung, die Disziplin, die in Japan herrscht – von der U-Bahn bis zum Bürogebäude – war atemberaubend. Jeder schien einen unausgesprochenen Verhaltenskodex zu befolgen, der für mich als Deutschen fremd und faszinierend zugleich war.

Diese Erfahrung war mehr als nur eine Anekdote am Rande. Sie hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen und unsere Herangehensweise bei MightyCare nachhaltig beeinflusst.

Was passiert, wenn MightyCare an seine technischen Grenzen stößt?

Es gibt diese Momente, in denen ein Auftrag einen vor schier unüberwindbare Herausforderungen stellt.

Ein solcher Fall war das Projekt für die Deutsche Bank.

Mit einer nahezu unendlichen Zahl an virtuellen Maschinen und Clustern standen sie vor einem Kapazitätsproblem, das unvorstellbar groß und dringlich war. Die Komplexität der Situation überstieg alles Erwartbare.

Sie hatten buchstäblich den Überblick verloren und waren an einem Punkt angelangt, an dem nicht einmal klar war, auf welchen Clustern sie noch Kapazitäten für neue virtuelle Maschinen hatten.

Wir wurden mit einer Aufgabe konfrontiert, an der sich zuvor einige der besten IT-Spezialisten erfolglos die Zähne ausgebissen hatten und bei der selbst wir zunächst zweifelten, ob eine Lösung in unserer Reichweite liegt.

Es war eine Herausforderung, die MightyCare auf die Probe stellte und letztendlich unsere Fähigkeit, unter Druck innovativ zu agieren, eindrucksvoll demonstrierte.

Nach unserer Analyse war klar, dass ein Kapazitätsmanagement eingeführt werden muss – aber wie? Wir waren ja Backend-Spezialisten und keine Entwickler.

Aber Herausforderungen sind dazu da, um sie zu meistern, richtig? Also haben wir das Projekt umgesetzt, einfach, weil wir zusammen mit dem Kunden fest an die Idee geglaubt haben.

Wir holten Frontend Entwickler ins Boot und erarbeiteten gemeinsam eine Lösung für das Kapazitätsmanagement, mit der die Deutsche Bank anschließend jahrelang arbeiten und wachsen konnte.

Es war ein Beweis unserer Anpassungsfähigkeit und unserer Fähigkeit, über den Tellerrand hinauszublicken.

Ein Triumph, auf den wir immer noch gerne zurückblicken.

Du beobachtest die Entwicklungen in der IT-Branche und der Arbeitswelt seit mehr als zwei Jahrzehnten. Wie bewertest du die Veränderungen, wenn du heutige Projekte und Produkte betrachtest?

Erstaunlicherweise erleben wir oft ein Revival bekannter Themen.

Der IT-Sektor scheint zyklisch zu pulsieren, was die Relevanz bestimmter Konzepte angeht. Historische Begriffe wie ISP oder Application-Service-Provider haben in der „Cloud“ von heute ihr modernes Pendant gefunden. Die Grundidee der Cloud war bereits präsent, nur unter einem anderen Banner.

Ähnlich verhält es sich mit dem Outsourcing. Kern dieses Konzepts ist es, Verantwortlichkeiten aus dem Unternehmenskern auszulagern. Was wir einst Outsourcing nannten, firmiert jetzt unter Managed Services. Die Etiketten wandeln sich, doch das Grundprinzip bleibt beständig.

Also würdest du sagen, der Kern der Lösungen verändert sich kaum – wir sehen vielmehr eine Evolution der Technologie, eine Beschleunigung der Prozesse und eine Erweiterung der Möglichkeiten?

Genau, das trifft den Nagel auf den Kopf.

Es ist manchmal schon fast amüsant zu beobachten, wie altbekannte Konzepte neu etikettiert als Innovationen verkauft werden, obwohl sich an der grundlegenden Idee wenig geändert hat.

Natürlich ist die Leistungsfähigkeit der Technologien heute signifikant gestiegen. Trotzdem bleibt die grundlegende Dynamik bestehen: Wir beobachten ein zyklisches Revival bekannter Themen, keine Revolution.

Könntest du die drei prägendsten Wendepunkte in der Geschichte von MightyCare skizzieren?

An erster Stelle steht unangefochten die Allianz mit VMware, die unser tiefgreifendes Wissen über Virtualisierungstechniken zementierte – diese Kompetenz ist bis heute unser Aushängeschild und Fundament für alle weiteren Entwicklungen.

Der zweite Meilenstein war der strategische Aufbau unseres Vertriebsnetzes, der es uns ermöglichte, zu skalieren und unsere Marktpräsenz signifikant zu erweitern.

Der dritte Schlüsselmoment war die Intensivierung unserer Partnerschaften mit führenden Herstellern. Dieser Schritt öffnete Türen für einen privilegierten Dialog und ermöglichte es uns, unser Lösungsportfolio gezielt zu positionieren. Dadurch konnten wir uns sehr deutlich von der Konkurrenz abheben und unsere Stellung im Markt festigen.

Gibt es einen konkreten Auslöser, der diese Entwicklung angestoßen hat?

Ganz klar, der Wendepunkt war unsere volle Hingabe an VMware rund um das Jahr 2009.

Zu dieser Zeit generierten wir rund 99 % unseres Kerngeschäfts durch VMware-Produkte und -Dienstleistungen – eine Expertise, die durch mehrere Auszeichnungen bestätigt wurde.

Diese klare Ausrichtung und unser Commitment zu VMware hat paradoxerweise unser Netzwerk erweitert und uns als vertrauenswürdigen Partner für weitere Hersteller etabliert.

Wo liegt das zukünftige Erfolgspotenzial von MightyCare?

Ich sehe unser größtes Potenzial in unserer Bereitschaft, vollumfänglich Verantwortung für unsere Kunden zu übernehmen.

Angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels werden Unternehmen verstärkt auf externe IT-Dienstleistungen angewiesen sein, um ihre strategischen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. In diesem Szenario positioniert sich MightyCare als verlässlicher Partner an vorderster Front.

Wir sind bereit, diese Lücke zu füllen – von Routineaufgaben wie Patching und Monitoring bis hin zur Gestaltung komplexer Sicherheitsinfrastrukturen.

Wir entlasten unsere Kunden, indem wir als Navigator durch die digitale Landschaft fungieren und ihnen Plattformen an die Hand geben, die ihre Marktstellung global verstärken. ‚Managed Services‘ ist dabei unser Schlüsselwort, das für eine Zukunft steht, in der wir mehr als nur Dienstleister sind – wir sind Wegbereiter in einer vernetzten Welt.

Wenn du auf deine Zeit mit MightyCare zurückblickst, was hebt das Unternehmen für dich persönlich hervor?

Es sind die Menschen, die MightyCare einzigartig machen.

Besonders am Herzen liegen mir die Bewerbungsgespräche – Momente, in denen wir Talente nicht nur fachlich, sondern auch menschlich für uns gewinnen konnten.

Wir haben Persönlichkeiten an Bord geholt, die bei uns fachlich aufblühen und ihre individuellen Stärken voll ausspielen. Diese fachliche Brillanz und persönliche Verbundenheit pflegen wir bis heute – eine Kultur des respektvollen Miteinanders, die ich ungemein schätze.

Mein Stolz gründet auf unserer Entwicklung und den Errungenschaften, die wir gemeinsam erreicht haben. Besonders darauf, dass es uns gelungen ist, Menschen zu finden, die MightyCare’s Grundwerte teilen und bereichern: die Vielfalt und Individualität jedes Einzelnen. Diese Vielfalt ist das Geheimnis unserer Innovationskraft.

Unsere Unternehmenskultur ermöglicht einen Austausch auf allen Ebenen, der von Wertschätzung geprägt ist. Auf diese Kultur, die wir leben und weitergeben, bin ich außerordentlich stolz.

Aktuelle Blog Highlights

post featured image

Auf Phishing reingefallen – Was tun?

Wenn Sie Opfer eines Phishing-Angriffs geworden sind, ist schnelles Handeln entscheidend. Erfahren Sie, wie Sie den Schaden begrenzen.

post featured image

NIS2-Richtlinie 2024 – Umfassender Leitfaden für Ihr Unternehmen

Alle wichtigen Infos zur NIS2-Richtlinie, die 2024 in Kraft tritt. Informieren Sie Sich rechtzeitig, um hohe Bußgelder zu vermeiden.

post featured image

VMware vSphere Guide: So gelingt der Einstieg

Kernfunktionen, Installation und Konfiguration von VMware vSphere. Erfahren Sie, wie vSphere im Vergleich zu anderen Produkten abschneidet.

Consent Management Platform von Real Cookie Banner